Stellt man sich einem totalitären Regime entgegen, besteht der erste Schritt darin, sichtbar zu werden. Indem sie sich sichtbar machten, gerieten die protestierenden Menschen 1989 jedoch automatisch ins Fadenkreuz des SED-Überwachungsstaats, der am Lichtfestabend in Form von Suchscheinwerfern dargestellt wird, die die Hausfassade abtasten. Personen erscheinen in den Fenstern, werden entdeckt, verschwinden wieder im Dunkeln. Doch immer mehr Menschen fassen den Mut, ins Licht zu treten, sich sichtbar zu machen – bis die Staatsmacht angesichts der Vielzahl der Menschen die Kontrolle verliert und überfordert zusammenbricht.
Projektunterstützung: Studio Laputa, Danny Manthei/Light_Art_Experience