© Lukas Taido

Sichtbar werden

Lukas Taido (Berlin)

Audiovisuelle und lichtchoreografische Inszenierung

Volksbank, Neumarkt 14

Stellt man sich einem totalitären Regime entgegen, besteht der erste Schritt darin, sichtbar zu werden. Indem sie sich sichtbar machten, gerieten die protestierenden Menschen 1989 jedoch automatisch ins Fadenkreuz des SED-Überwachungsstaats, der am Lichtfestabend in Form von Suchscheinwerfern dargestellt wird, die die Hausfassade abtasten. Personen erscheinen in den Fenstern, werden entdeckt, verschwinden wieder im Dunkeln. Doch immer mehr Menschen fassen den Mut, ins Licht zu treten, sich sichtbar zu machen – bis die Staatsmacht angesichts der Vielzahl der Menschen die Kontrolle verliert und überfordert zusammenbricht.

Projektunterstützung: Studio Laputa, Danny Manthei/Light_Art_Experience

Sichtbar werden auf einen Blick

Volksbank, Neumarkt 14

Standort

audiovisuelle und lichtchoreografische Inszenierung

Projektart

Lukas Taido, Berlin

Künstler

Künstler Lukas Taido im Porträt

Lukas Taido
© Stephanie Kulbach

Lukas Taido lebt in Berlin und arbeitet als Medienkünstler und Musiker. Seine künstlerische Praxis umfasst Audio-Video-Installationen, die er an Orten wie Venedig, dem Rathaus München (zum 75. Jahrestag des Grundgesetzes), dem Fernsehturm Dortmund und dem Flughafen München realisiert hat. Zudem schuf er Audioinstallationen im Shanghai Tower, in New York und Weimar sowie Musikkompositionen für Film, TV, Theater und diverse Videomappings im öffentlichen Raum. Als Klangkünstler legt er besonderen Wert auf die Idee und die Erzählung als Kern seiner audiovisuellen Inszenierungen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine starke Verbindung von Musik und visuellen Elementen aus.