Nachhaltigkeit

beim Lichtfest Leipzig

Lichtfest Leipzig mit Kerzenpodest zur Feier der Friedlichen Revolution im Herbst 89 in Leipzig
© Philipp Kirschner/LTM

 

Als eins der zentralen Schwerpunktthemen unserer Zeit treibt eine optimierte Umsetzung der Veranstaltung des Lichtfests auch uns um. Nachhaltigkeit verstehen wir beim Lichtfest als fortlaufenden Verbesserungsprozess. Aktuell setzen wir vor allem bei den Materialien, wie Kerzen und Becher, einer konsequenten Mülltrennung, der Veranstaltungstechnik, Energieverbrauchserfassung sowie Mobilität und Kommunikation an.

Kerzen und Abfallreduktion

  • Beim Lichtfest 2024 ersetzten erstmals 20.000 Mehrwegbecher die bisherigen PET-Becher für die Kerzen. Die Becher werden nach der Veranstaltung gesammelt, eingelagert und für künftige Lichtfeste wiederverwendet. Die Mehrwegbecher bestehen aus Polypropylen und sind für die mehrfache Nutzung ausgelegt, sind jedoch nach Herstellerangaben recyclingfähig. Die Mehrwegbecher stammen von der Firma EmotionVibe aus Chemnitz - damit arbeiten wir in diesem Bereich mit einem regionalen Anbieter zusammen.

  • Auch auf herkömmliche Teelichter mit Paraffinwachs und Hülle aus Aluminium wird beim Lichtfest verzichtet. Stattdessen werden Teelichter auf Basis von Rapswachs und mit einer Hülle aus recyceltem Kunststoff verwendet. Bereits beschaffte Teelichter werden zunächst aufgebraucht, um funktionsfähiges Material nicht zu entsorgen und unnötige Neubeschaffungen zu vermeiden.

  • Wiederverwendbare Materialien gibt es am 9. Oktober auch für die Kerzenstände und für die Versorgung der Helferinnen und Helfer vor Ort (Kerzenstände mit Hinweis auf digital verfügbare Informationen, Thermoskannen und Mehrweg-Trinkbecher).

  • Gemeinsam mit der Stadtreinigung Leipzig wurden Sammelstrukturen für die optimale Mülltrennung eingerichtet. Alle Helferinnen und Helfer vor Ort werden gebrieft, um auch die Besucher/-innen korrekt zu informieren.

Technik und Energie

In den Ausschreibungsunterlagen für beteiligte Künstlerinnen und Künstler werden konkrete Nachhaltigkeitsaspekte abgefragt, darunter beispielsweise Reiseplanung, Materialeinsatz, Wiederverwendbarkeit von Installationen und technische Energieeffizienz. Bei Kooperationen prüfen wir vorrangig lokale Partnerinnen und Partner. Abstimmungen finden, soweit organisatorisch möglich, digital statt, um zusätzliche Dienstreisen zu vermeiden. Nicht vermeidbare Dienstreisen werden erfasst und mithilfe eines Treibhausgasrechners (vorrangig E-Tool) bilanziert. Für die dabei entstehenden Emissionen unterstützt LTM regionale und lokale (Klimaschutz-)projekte in entsprechendem Umfang.

Es erfolgt eine bewusste Auswahl und Zusammenarbeit mit lokalen Dienstleistern für Technik, Infrastruktur und im Bereich Beschaffung - auf diese Weise können nötige Transportwege reduziert werden. Bei neuen Bauten prüfen wir vorrangig Materialien mit Recyclinganteil sowie Konstruktionen, die nach dem Lichtfest weiterverwendet werden können. Für die Nachnutzung suchen wir Kooperationen mit lokalen Vereinen und Initiativen. Bei der Veranstaltungstechnik setzen wir nach Möglichkeit auf LED-Technik und wiederverwendbare technische Ausstattung. Der Energieverbrauch am Veranstaltungstag wird erfasst und für die Planung künftiger Lichtfeste ausgewertet.

Seit 2021 kalkulieren wir den CO₂-Abdruck des Lichtfests. Dabei werden unter anderem Stromverbauch, Mobilität (Künstler/-innen und Material-/Techniktransporte), Druckerzeugnisse sowie Catering für Kooperationspartner und Helfer/-innen) berücksichtigt. Die Ergebnisse nutzen wir, um Einsparpotenziale für kommende Veranstaltungen zu identifizieren. Seit 2022 unterstützt LTM ergänzend regionale (Klimaschutz-)projekte,  z. B. den NABU Leipzig, durch Spenden. Diese Unterstützung ersetzt nicht die Reduktion von Emissionen bei der Veranstaltung selbst; sie ergänzt unsere Maßnahmen zur Verringerung von Energieverbrauch, Materialeinsatz und vermeidbaren Reisen.

Mobilität, Kommunikation und Barrierefreiheit

Bei Wegen rund um das Lichtfest bevorzugen wir Verkehrsmittel mit geringeren direkten Emissionen: zu Fuß, Fahrrad, Lastenrad, ÖPNV und Bahn. Flugreisen sollen möglichst vermieden werden. Wenn sie in Einzelfällen erforderlich sind, werden die entstehenden Emissionen erfasst; ergänzend werden lokale Projekte unterstützt.

Das Lichtfest-Team ist am 9. Oktober in der Innenstadt überwiegend zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Lastenfahrrad unterwegs. Den Besucherinnen und Besuchern empfehlen wir für die Anreise empfehlen wir ÖPNV, Fahrrad oder andere geteilte Mobilitätsangebote. Informationen zu Haltestellen und Fahrradabstellmöglichkeiten werden rechtzeitig vor dem Lichtfest bereitgestellt. 

Informationen zum Lichtfest werden vorrangig digital veröffentlicht. Gedruckte Materialien werden nur dort eingesetzt, wo sie für die Besucherinformation notwendig sind. Plakatmotive werden zudem digital bereitgestellt. Wenn möglich, werden die die Motive auf beispielsweise Roll-Ups allgemein gestaltet (ohne Jahresangabe), sodass sie für Jahre weiterverwendet werden können. Für die analogen Druckerzeugnisse wird vorrangig zertifiziertes Papier verwendet. 

Bei der Auswahl der beteiligten Künstlerinnen und Künstler achten wir auf eine möglichst ausgewogene Beteiligung der Geschlechter. In der Kommunikation verwenden wir geschlechtergerechte Sprache.

Um einen weitgehend barrierefreien Zugang zum Lichtfest und den einzelnen Projekten zu gewährleisten, setzen wir u. a. auf Gebärdendolmetscher/-innen, Audioguides sowie rollstuhlgerechte Zugänge zu den Installationen. Weitere ausführliche Informationen zur Barrierefreiheit beim Lichtfest Leipzig sowie den Projekten werden demnächst bereitgestellt. 

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