© Philipp Kirschner/LTM

© Alexander Schmidt/Punctum

Lichtweg zeigt am 9. Oktober sechs Kunstprojekte in der Innenstadt – Kerzenpodest erstmals am Thomaskirchhof

Am 9. Oktober 2026 erinnert das Lichtfest Leipzig mit einem Lichtweg durch die Innenstadt an die Friedliche Revolution. Von 19 bis 23 Uhr verbinden sechs Projekte zwischen Nikolaikirche und Matthäikirchhof Lichtkunst, Performance, historische Bilder und persönliche Erinnerungen. Nationale sowie internationale Künstler und Leipziger Akteure gestalten die Projekte.

Der Lichtweg kann in beide Richtungen begangen werden; einen festgelegten Startpunkt oder eine vorgegebene Reihenfolge gibt es nicht. Orangefarbene Straßenleuchten markieren am Abend die Route zwischen den einzelnen Stationen.

Das Programm wurde am 3. September vorgestellt. Mit dabei: Torsten Bonew, Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen, Andreas Lamm als Sprecher der Initiativgruppe „Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989“, Pfarrer Bernhard Stief von der Nikolaikirche Leipzig sowie Marit Schulz, Leiterin des Lichtfests Leipzig bei der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH.


Das sind die Lichtfest-Projekte 2026: 

Auf der Grimmaischen Straße zeigt die Open-Air-Ausstellung „Unsere VerANTWORTung …“ historische Fotografien aus dem Jahr 1989. Ebenfalls auf der Grimmaischen Straße. am Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, ist die Lichtinstallation „Faces of Light“ des ungarischen Künstlers László Zsolt Bordos zu sehen. Die Tanzcompany TARO TANZ der Gerda-Taro-Schule präsentiert Auf dem Markt dieTanzperformance „Aufbruch – Umbruch –? Verbunden in Vielfalt“. Das Kerzenpodest in Form einer 89 befindet sich in diesem Jahr erstmals am Thomaskirchhof an der Ecke Klostergasse. Dort können Besucherinnen und Besucher kostenfrei Teelichter entzünden. Ergänzend moderiert Nils Straatmann Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Freiwillige Spenden im Rahmen einer symbolischen Kerzenpatenschaft kommen dem Haus Steinstraße e. V. zugute. Am Dittrichring zeigt Katja Heitmann die immersive Videoinstallation „PERPETUUM“. Im Innenhof des Matthäikirchhofs folgt mit „Der Aktenschrank eine Videoinstallation des italienischen Künstlerkollektivs mammasONica. 


Kostenlose Rundgänge zu historischen Orten der Friedlichen Revolution starten um 19 und 19:30 Uhr am Brunnen auf dem Nikolaikirchhof. Der Lichtweg ist außerdem auf Deutsch und Englisch in der App „Explore Leipzig – City Tours“ abrufbar – einschließlich Audioformaten und Projektinformationen. Alle Stationen sind rollstuhlgerecht erreichbar.

Das Lichtfest Leipzig wird am 9. Oktober durch das Friedensgebet (17 Uhr) und die Rede zur Demokratie (18.15 Uhr) von Cathryn Clüver Ashbrook ergänzt. Beide Veranstaltungen finden in der Nikolaikirche statt.

Der 9. Oktober 1989 steht in Leipzig für die bis dahin größte Montagsdemonstration gegen das SED-Regime. Ihr friedlicher Verlauf gilt als ein wesentlicher Moment der Friedlichen Revolution, den Weg zum Fall der Mauer und zur deutschen Wiedervereinigung.