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Warmes rötliches Licht von zahlreichen Teelichtern, die in durchscheinenden Bechern leuchten
© LTM/Andreas Schmidt

Beim Lichtfest Leipzig 2026 setzt die Kerzen-89 am Thomaskirchhof ein Zeichen des gemeinsamen Erinnerns. Direkt daneben sprechen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über Erfahrungen aus dem Herbst 1989 und stellen Bezüge zur Gegenwart her.

In diesem Jahr steht das traditionelle Kerzenpodest in Form einer 89 erstmalig am Thomaskirchhof/Ecke Klostergasse, nahe der Thomaskirche. Besucherinnen und Besucher können dort Kerzen entzünden, innehalten und miteinander ins Gespräch kommen.

Neben dem Kerzenpodest moderiert Nils Straatmann auf einer kleinen Bühne Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Straatmann, geboren 1989, lebt in Leipzig und arbeitet als Poetry Slammer, Autor sowie Moderator von Radiosendungen und Podcasts.

Persönliche Erinnerungen und Fragen der Gegenwart

In den Gesprächen geht es unter anderem um die Frage „Bleiben oder gehen?“, die im Herbst 1989 viele Menschen beschäftigte. Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sprechen über Hoffnungen und Ängste, über die Bedeutung des 9. Oktober damals und heute sowie über Themen wie Medienfreiheit, Umwelt und Kirche. Auch die Gäste des Lichtfestes können Fragen einbringen.

Die Gespräche verbinden persönliche Erinnerungen mit historischen Zusammenhängen. Sie laden dazu ein, die Ereignisse von 1989 nicht nur als Geschichte zu betrachten, sondern auch nach ihrer Bedeutung für Demokratie, Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung heute zu fragen.

Die Zeitzeugengespräche entstehen in Kooperation mit Frauenkultur e. V. Leipzig, dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig, dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V., der Stiftung Friedliche Revolution, der Nikolaikirche Leipzig, dem Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e. V. sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerrechtsbewegung.

Kerzen gibt es kostenfrei an allen Kerzen- und Infoständen in der Innenstadt. Wer möchte, kann an den Kerzenständen via PayPal oder in bar eine symbolische Kerzenpatenschaft übernehmen. Der Erlös geht 2026 an Haus Steinstraße e. V.